Wie alles begann…

Hier nun eine  Beschreibung wie wir den Weg zu unserer DD/lg Beziehung fanden.

Ich habe meinen Daddy mit 16 kennen gelernt, es war gleich eine tiefen Verbundenheit zwischen uns auch wenn wir nicht gleich ein Paar wurden. Wir waren das erste halbe Jahr nur Freunde, doch diese Freundschaft war vom ersten Tag an so tief und innig wie ich sie zuvor noch nie erlebt habe. Nach einigen Monaten wurde uns beiden bewußt dass wir mehr füreinander empfinden und wir wagten den Schritt nach vorne. Ich hatte zu der Zeit schon einige Fantasien, jedoch wollte ich sie ihm damals noch nicht mitteilen. Ich war vorher in einer sehr schlechten Beziehung und hatte immer noch Schwierigkeiten mich einem anderen Menschen so hinzugeben. Somit wartete ich etwa ein knappes Jahr bevor ich mit der Sprache rausrückte. Meine Daddy nahm es sehr positiv auf und war sehr aufgeschlossen Neues zu probieren. Jedoch gingen wir nach einiger Zeit die Sache etwas zu schnell an und ich begann mich nicht mehr wohl zu fühlen. Die D/s, SM Situation sollte eigentlich nur im Schlafzimmer stattfinden, jedoch fing mein Daddy an, eher unbemerkt, es auch in unseren Alltag einzubringen. Wir hatten nie etwas abgesprochen und auf einmal war meine Gefühlswelt aus den Fugen geraten. Ich hatte damals auch noch große Schwierigkeitem mich emotional zu öffnen und ich redete einfach nicht über die Sachen die mich bedrückten. Irgendwann verebbte die BDSM Schiene dann bei uns, wir hatten wohl noch etwas wilderen Sex aber es gab keine wirkliche Dominanz und keine wirkliche Unterwerfung. Nach einiger Zeit vermisste ich aber den BDSM Aspekt in unserem Schlafzimmer und wir starteten einen neuen Versuch. Diesmal waren wir beide offener und informierten uns auch besser. Wir gingen es langsam an und redeten bedeutend mehr. Einige Jahre hatten wir also eine BDSM Beziehung die jedoch nur im Schlafzimmer stattfand. Wir kamen beide damit gut zurecht und wir waren glücklich so wie es war. Jedoch vor etwa einem Jahr, oder vielleicht auch etwas länger, änderte sich die Dynamik, nicht plötzlich, sondern eher schleichend. Daddy fing an mir ab und zu auch außerhalb des Schlafzimmers Anweisungen zu geben und es gefiel mir. Nein ich liebte es. Jedoch konnte ich mir nicht wirklich vorstellen diese Machtgefälle 24/7 auzuleben, nicht zu dem Zeitpunkt. Doch trotzdem war ich neugierig und fing an mich mehr über diese Art von Beziehung zu informieren. Ich tat die hauptsächlich übers Internet und ich muss zugeben nicht alles gefiel mir was ich da so an Informationen fand. Meinem Daddy ging es ähnlich, wir mussten beide viel über Sklavenerziehung lesen, über permanente Nackthaltung und über Meister die den Willen ihrer Sklavin brechen wollen. Keiner von uns fand das besonders spannend. Ich werte hier nicht über diese Formen, es ist nur einfach nichts für uns. Somit blieben wir erst mal bei unseren Schlafzimmer Playdates. Doch irgendwie behielten wir so eine ungenaue Dynamik bei, bei der mein Daddy immer mal wieder der Boss war, dann wieder nicht und es machte mich nervös. Ich fand es toll wenn er die Führung übernahm, wenn ich mich ganz in seine Hände geben konnte, doch auch hier war es wieder nicht abgesprochen und es war nur nach Lust und Laune. Es hing halt so in der Luft. Also fasste ich mir nach eingem hin und her ein Herz und fragte ihn einfach ob er diese D/s Dynamik mal für ein verlängertes Wochenende versuchen wollte. Mein Daddy war froh es in einem kleinen Schritt versuchen zu können, da er sich noch nicht sicher genug gefühlt hatte gleich aufs Ganze zu gehen. Drei Tage führten wir dieses Experiment durch in denen wir die ganze Zeit zusammen waren. Wir beiden fanden Gefallen daran und ich war sehr traurig als es wieder vorbei war. Es dauerte noch einige Wochen in der wir uns nicht ganz klar waren wie es weiter geht, aber dann fassten wir den Entschluss es zu versuchen und setzen uns hin und stellten ein paar Richtlinien auf. Dabei ging es um Grundsätzliches, wie wir uns zum Beispiel vor Freunden und Familie verhalten. Da wir beide nicht unbedingt wollen dass diese all zu genau Bescheid weiss, da einige doch wohl Vorurteile haben, haben wir uns auf verschieden Codes geeinigt. Außerdem ging es darum ob wir es in absolut jedem Bereich unseres Lebens wollen, somit auch die Arbeit. Da mussten wir nicht viel diskutieren da mein Daddy von sich aus sagt dass er sich bei mir nicht einmischen will. Ich bin selbständig tätig und kann mir meine Zeit frei einteilen, trotz dass mein Daddy sich nicht in meine Planung mischt, ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich ihn immer wieder frage bevor ich Termine festlege. Hier sei auch erwähnt ich habe einen sehr lockeren Job, somit geht dass dann auch. Und dann gibt es natürlich auch noch das Safeword, ich hatte bis dahin nie eins, da mein Daddy meine Körpersprache sehr gut lesen kann und es bis dahin auch nur auf der sexuellen Ebene stattfand. Aber nun wollte mein Daddy definitiv dass ich ein Safeword habe, weil er mehr im Schlafzimmer ausprobieren wollte und auch zur meiner emotionalen Sicherheit außerhalb des Schlafzimmers. Er wollte damals diese Form der Beziehung nur eingehen wenn er sicher war dass ich im absoluten Notfall die Reißleine ziehen kann. Ich bin vollkommen damit einverstanden, auch wenn ich mir sicher bin dass ich es nicht brauchen werde. Es gab und gibt ihm auch eine gewisse Sicherheit. Weitere Regeln folgten nach und nach, und trotz einiger kleinen Rückschläge fanden wir uns hervorragend in diese neue Form unsere Beziehung ein. Wir recherchierten viel und uns wurde bewußt dass wir irgendwie nicht in dieses typische Dom/sub Schema reinpassten. Na gut, dachten wir, dann eben nicht auch egal, dann sind wir eben etwas anders. Doch ich glaube manchmal hatte Daddy das Gefühl ernster sein zu müssen, etwas forscher um einen guten Dom abzugeben und dies schien ihn etwas zu verunsichern, da dies nicht ganz seinem Naturell entspricht. Mir ging es manchmal ebenso, dass ich auch meine kindliche Seite immer mal wieder ablegte um eine bessere Sub zu sein. Doch wie gesagt es enspricht halt nicht ganz dem Naturell. Nach einiger Zeit stieß ich durch Zufall über einige Seiten bei Facebook die sich mit dem Thema DD/lg befassten. Ich begann zu recherchiern und erkannte mich und meinen Daddy doch teilweise sehr deutlich darin. Wir meldete uns bei FetLife an und traten diversen Gruppen bei die dieses Thema behandeln. Wir konnten uns sehr gut damit identifizieren und sahen einfach, dass es noch viele weitere Personen gibt die so sind und eine solche Art der Beziehung führen. Irgendwann stellten wir uns natürlich auch die Frage ob der Begriff Daddy für uns in Orndung wäre. Wir beide verneinten diese Frage recht schnell, tja und doch sitze ich nun hier und schreibe über meinen Daddy. Es war von uns nie geplant aber meinem Daddy rutsche es nur ab und zu mal raus und dann waren wir beide verwundert darüber dass keiner von uns das komisch fand. Nach einiger Zeit fühlte es sich natürlich an ihn Daddy zu nennen da auch die Dynamik sich so liebevoll und verständnisvoll verändert hat. Für mich ist es auch gar kein Problem, da ich ohne Vater aufgewachsen bin und somit den Begriff Daddy nicht in Verbindung mit meinem biologischem Vater bringe ( und wehe mir unterstellt jetzt jemand Vaterkomplexe 😉 ). Ich nenne ihn trotzdem nicht nur Daddy, besonders vor Freunden oder Familie werde ich mich hüten. Dies ist also der Werdegang vom ganz normalen Paar zur einer DD/lg Beziehung und über weitere Entwicklungen werde ich hier in diesem Blog berichten.

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Fifty shades of Grey

Ach ja, nun war ich doch ins Kino und habe mir angesehen wie Hollywood sich denn eine BDSM Beziehung so vorstellt. Nun vorab erst mal, ich habe damals auch die Bücher gelesen und fand sie grausam. Ich will jetzt nicht wirklich auf dieser „Haters“ Schiene fahren und lasse mal den Inhalt was richtiger BDSM ist und was nicht, außer Acht. Ich fand das Buch wegen des Schreibstils unglaublich schlecht und die Charaktere waren mehr als unsymphatisch. Die ständigen Wiederholungen gingen mir wahnsinnig auf den Geist und ich konnte den Hype nie so wirklich verstehen. Ich hätte die Bücher auch nie gekauft aber da ich sie umsonst bekommen habe, tat ich mir dieses zweifelhafte Lesevergnügen an. Nun ja somit ging ich mit einer sehr geringen Ewartungshaltung ins Kino und muss sagen dass der Film nicht so schlecht war wie erwartet. Aber gut fand ich ihn  auch nicht. Ich habe während des Films oft geschmunzelt und besonders der Charakter der Anastasia fand ich persönlich viel symphatischer als im Buch. Man muss sich im Film  natürlich auch nicht mit den Begriffen wie „innere Göttin“ oder dem „Unterbewusstsein“ auseinander setzen was den Film auch wesentlich erträglicher macht. Nun ja, mit 2 Stunden fand ich ihn dann doch etwas lang und zwischendurch kam bei mir trotzdem immer mal wieder Langweile auf. Die Darstellung des Christian fand ich leider zimlich schlecht, da er ständig durchblicken ließ dass er sich, mit dem was er da macht, nicht wohlfühlt. Als er anfing mit den Seilen zu hantieren wusste man dann endgültig dass er keine Lust hatte sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Es ist vollkommen klar dass diese Geschichte keine D/s Beziehung zeigt und auch das Grundprinzip Sane, Safe, Consensual nicht aufgreift. Doch was man in der letzen Zeit so liest, sei es in Facebook Gruppen oder in diversen Foren, dies sei Mißbrauch und dass nun alle Damen dieser Welt wohl auf Dumm Doms reinfallen werden oder dass die Emanzipation der Frau in Gefahr ist, ist doch etwas sehr weit hergeholt. Die Leute die durch diesen Film eine neue Leidenschaft entdecken oder sich einfach nur  ein bisschen Abwechslung im Bett wünschen, werden bestimmt etwas weiter recherchieren und dann auch die Informationen finden die sie brauchen. Jeder hat mal angefangen, und bestimmt auch welche die über Filme oder Romane auf das Thema gestoßen sind. Ich persönlich würde noch immer den Film The Secretary empfehlen aber über Kurz oder Lang stolpert man wahrscheinlich sowieso über den. Besonders in Foren wird immer wieder Die Geschicht der O hoch gelobt, dazu muss ich sagen ich habe es vor einigen Jahren gelesen und war gar nicht so begeistert und fand es auch nicht unbedingt  sehr gesund, jedenfalls finde ich Fifty Shades nicht schlimmer. Wie auch immer, auch wenn Fifty Shades mich wahrlich nicht vom Hocker gehauen hat, kann ich ihm dennoch 2 positive Sachen abgewinnen; erstens über das Tabu Thema BDSM wird in der Öffentlichkeit gesprochen und auch mehr akzeptiert. Ich persönlich finde dass toll,erst seit dem Film konnte ich mich auch mal über BDSM unterhalten ohne mich gleich zu outen. Zweitens schafft es der Film das Thema aus der Schmuddelecke zu kriegen, auch die Ästhetik die der Film mit sich bringt gefällt mir gut. Ich sage nur Red Room, der sieht wirklich sehr ansprechend aus. Ich frage mich sowieso, wieso man sich so sehr über die falsche Darstellung von BDSM aufregen kann, wenn jede RTL 2 Reportage das doch noch tausend Mal besser kann. Es werden meist männerhassende Dominas gezeigt, die in einem versifften Keller-Dungeon, dem Geschäftsmann die Gummisaumaske überziehen und ihn mal so richtig runterputzen.Oder Meister Peitsche stellt seine Sklavin nach Feierabend noch mal kurz ans Kreuz und läßt sich dann das Butterbrot schmieren. Diese Darstellung finde ich weitaus schlimmer weil es in keins der Weise zeigt dass BDSM was mit Vertrauen, Hingabe und Liebe zu tun haben kann, und jetzt echt mal, warum zum Teufel ist alles immer nur dreckig und versifft? Naja das nur mal nebenbei.                                                                     Fazit also; den Film kann man sehen, muss man aber nicht.

Was ist ein Daddy Dom

Ich habe bereits ein paar Mal angesetzt hier eine Definition zu schreiben, und jedes Mal den Artikel wieder verworfen. Ich kann nur sagen ich mag diese Definitionen von Titeln und dieses Schubladendenken nicht.  Somit ist es besser ich beschreibe hier einfach meinen Daddy Dom, schließlich ist dieser Blog auch über uns.

Mein Daddy übernimmt in unserer Beziehung die Führung und das 24/7. Er bestimmt über die Finanzen, er bestimmt welchen Film wir uns im Kino ansehen, er sagt mir was ich anziehen soll, er gibt mir Regeln die ich einhalten muss.Falls ich dies nicht tue, muss ich halt mit den Konsequenzen leben. Er fragt mich aber auch nach meiner Meinung, wägt ab und läßt mir gegebenenfalls auch gerne mal meinen Willen.  Er muss mir nicht ständig seine Macht demonstrieren aber er könnte es. Was ist nun der Unterschied zwischen einem Daddy und einem Dom ? Gute Frage und eigentlich weiß ich es nicht, vielleicht dass er mit mir in den Zoo geht und er das Futter kauft damit ich die Ziegen im Streichelzoo füttern kann. Vielleicht auch dass er mir eine Gute Nacht Geschichte erzählt. Oder auch dass er mir gerne Stofftiere kauft. Er hilft mir bei kleinen Dingen, sei es eine Online Überweisung oder bei meinem Versuch ein Boot zu bauen. Er versucht die Welt für mich einfacher zu gestalten und hilft mir in jeder Situation in der ich einfach mal überfordert bin. Er ist immer für mich da und ermutigt mich, mich weiter zu entwickeln. Er hat den Drang in sich mich zu beschützen und er liebt meine eher kindliche Seite. Er ermutigt mich diese auszuleben und kuckt somit auch gerne My little Pony oder Disney Filme mit mir. Er findet es in Ordnung wenn ich unsere Schlafzimmer mit Blümchen und Glitzer dekoriere und er erfreut sich wenn er mich beochbachten kann wie ich begeistert einer Bastelarbeit nachgehe. Er ist Stolz auf mich, wenn ich eine Aufgabe erfülle. Vielleicht sind es genau diese Dinge die ihn als Daddy ausmachen, vielleicht machen das aber auch andere Doms die sich selbst nie als Daddy bezeichnen würden, wer weiss, wer weiss. Jedenfalls sind das ein paar Beispiele die ich aufzählen kann die ihn für mich als Daddy Dom definieren, jedoch könnte man ihn auch White Knight Dom nennen oder wie ich ihn gerne nenne, mein Protector Bear. Nur als Info am Rande, nicht über die Englische Sprache wundern die gerne mal reinrutsch, mein Daddy ist Engländer und wir reden die meiste Zeit Englisch miteinander, desshalb werden immer mal wieder englische Begriffe ihren Weg in den Text finden.

Was ist eine/ein Little ?

Auch hier wieder, will ich keine allgemeine Definition schreiben. Es gibt Littles, babygirls, pets, middles und wahrscheinlich noch weitere, jedoch kann ich hier nur über mich schreiben.

Ich bin eine Frau von 29 Jahren, jedoch fühle ich mich fast nie so, in ein bestimmtes Alter falle ich nicht zurück aber ich fühle mich jünger und benehme mich wohl auch kindlicher. Ich mache kein Age-Play, es ist auch kein Rollenspiel für mich, meine Little ist ein Teil von mir, der mal mehr mal weniger raus will, je nach Situation. Ich freue mich wenn ich ein Stofftier bekomme, ich schaue gerne Cartoons und Disneyfilme, ich genieße es wenn ich meinen Kopf frei machen kann und die wirkliche Welt mal hinter mir lassen kann. Ich bin submissiv veranlagt und habe gerne einen Mann um mich der sich gerne um mich kümmert und mich beschüzt und der es mag wenn ich meine kindliche Seite auslebe. Aber ich bin in diesen Situationen auch irgendwie verletzlicher und sensibler, da ich dann auch frei von Mauern bin, die meine erwachsene Seite aufgebaut hat. Trotzdem kann ich beide Seiten nicht wirklich voneinander trennen, oder besser gesagt nicht mehr, da beide Seiten immer mehr miteinander verschmelzen. Aber ich lasse mich nicht nur von meinem Daddy umsorgen, ich selber führe gerne den Haushalt für ihn, ich koche, backe, putze, mache seine Wäsche, kümmer mich um den Garten und versorge unsere Hunde. Ob das Little Typisch ist weiss ich nicht, mir wurde gesagt das das ein 50’s Lifestyle ist und man das heute doch nicht mehr machen könnte. Nun ja ich mache es doch und wer will mir da schon reinreden?! Genau so gerne mag ich aber auch Horror Filme und eigentlich Filme jeder Art, gehe gerne auf Mittelaltermärkte, bin ein großer Fantasy Fan, drehe selbst Filme, nähe Kleider und ich könnte die Liste noch endlos fortsetzen. Nicht ganz Little typisch eben. Genau deswegen tue ich mich so schwer mit Definitionen. Niemand passt irgendwo 100 % rein, wir sind alle Menschen mit so vielen verschiedenen Facetten, dass es einfach unmöglich wird sich fest zu legen.

Daddy’s und meine Definition von uns ist ganz einfach :“ The Bear and his fairy“ und damit leben wir ganz gut