Subdrop

oder wenn der Höhenflug zur Bruchlandung führt…..

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Bei mir selbst merke ich dass ich immer etwas länger brauche um wieder um den Boden zu kommen, egal ob wir ein langes oder kurzes Spiel hatten. Bei sehr intensiven Spielen kommt es auch schon mal vor dass ich über einige Tage hinweg auf einem Höhenflug bin.Körper, Geist und Seele sind vollkommen befriedigt, der Gedankenfluss ist ruhig und der Kopf befreit. Doch es muss nicht immer eine über Stunden hinweg dauernde Session sein, damit ich in diesen Subspace gelange, auch ein kurzes Spiel kann mich ganz schnell dahin katapultieren. Was brauche ich denn nun um wieder sanft zu landen ? Für mich sehr wichtig ist erstmal Zeit, wenn ich gleich nach einer Session irgendwo hin rennen muss um irgendwen zu treffen ist eine Bruchlandung, oder auch Subdrop genannt, vorprogrammiert. Die Glückshormone fahren unnatürlich schnell runter und was bleibt ist ein Häufchen Elend dass nicht weiss wohin mit sich. Vor Kurzem erlebte ich ein solch intensives Subdrop, weil Daddy und ich uns gleich nach dem Spiel mit meinen Eltern treffen sollten. Tja, unser Sexleben ist nun mal nicht geplant wir wollen ja spontan bleiben. Jedenfalls blieb uns danach nicht viel Zeit und wir mussten uns kurz nach Spielende auf den Weg machen. Wir fuhren also zu meinen Eltern und verbrachten etwa zwei Stunden bei Ihnen bis wir wieder nach Hause fuhren. Ich muss als Info geben, dass meine Eltern leider sehr anstrengend sein können und sie der Welt gegenüber doch sehr negativ eingestellt sind. Also nach zwei Stunden wo sie sich also über jeden beschwert hatten und uns erklärt haben wie schwer sie es doch haben, saßen Daddy und ich wieder im Auto. Jeder von uns etwas still und bedrückt. Ich fühlte mich elend und musste meine Tränen  unterdrücken. Irgendwann erwähnte ich Daddy gegenüber dass dies doch eine wohl unglückliche Landung war, von seiner Seite kam nur ein kurze Zustimmung und dann folgt wieder Stille. Zuhause angekommen, wurde mir dann körperlich richtig schlecht und es fühlte sich wie Unterzuckerung an. Also aßen wir gemeinsam einen Snack, doch es half nichts. Ich konnte meinen Tränenausbruch nicht mehr zurückhalten, also fing ich an Daddy zu erklären wie ich mich fühle und er erzählte mir dass es ihm genauso geht. Wir fühlten uns beide wie aus unsere Welt gerissen, keine Zeit das Erlebte zu verarbeiten und von negativen Gedanken übergossen. Er braucht es genauso nach einem Spiel mich im Arm zu halten, wie ich es brauche im Arm gehalten zu werden. Er braucht es mir zu beteuern was für ein gutes Mädchen ich bin, genauso wie ich es brauche dies zu hören. Ich brauche Zeit langsam wieder in die Normale Welt zurück zu finden, Zeit die nur uns beiden gehört. Um weitere Subdrops oder eben auch Domdrops zu vermeiden, haben wir ausgemacht im schlimmsten Fall auch mal ein Treffen ab zu sagen, wenn es denn nicht all zu wichtig ist. Wenn wir natürlich etwas nicht absagen können, ist es um so wichtiger über das Erlebte zu reden, dem anderen seine Gefühle mit zu teilen. Im Notfall klappt das auch mal auf der Fahrt zum Treffen.

Aber ein Subdrop kann auch vorkommen wenn es eine gute Landung gab. Sobald die Glückshormone runterfahren und sich alles wieder normalisiert, kommt dann doch mal der Moment in dem man sich verloren fühlt, eventuell unsicher wird und Schuldgefühle können auftreten. Wieso das so ist weiß ich auch nicht, doch es kommt nun einmal vor. Für mich ist es einfacher über das Erlebte zu reden wenn ich nicht mehr in diesem Schwebezustand bin, wenn Daddy und ich schon wieder im Normalzustand angekommen bin. Für mich ist es wunderbar wenn Daddy mir im Detail erklärt was ihm gefallen hat, was er eventuell noch versuchen möchte und wenn er mir sagt wie sehr er mich liebt und ich sein braves Mädchen bin. Genau das brauche ich um mich nicht so verloren zu fühlen.

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Aftercare

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Dass Aftercare nach einer Session von großer Bedeutung ist brauch ich sicher nicht mehr zu erklären. Ich erlebe im Spiel derart intensive Gefühle, gebe mich Daddy vollkommen hin, will von ihm benutzt werden, will dass ich ihm ganz und gar gehöre. Während das Spiels bin ich in einer Welt, wo ich mich ganz gehen lassen kann, keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, sondern nur noch fühle und nur noch sein kann. Der Schmerz befreit mich ganz und gar.

Nach diesen intensivem Erlebnis ist es wichtig in Ruhe wieder zurück zu kommen. Das erste was mein Daddy immer macht, ist das er mir eine Decke gibt in der ich mich mit ihm ganz einkuscheln kann. Dann sorgt mein Daddy noch dafür dass ich etwas trinke. Wenn das Spiel ein hartes Spanking beinhaltet hat, cremt mein Daddy mich ein um die Haut zu beruhigen. Meist liegen wir danach einfach nur zusammen und kuscheln. Wenn es dann doch mal Zeit wird aufzustehen ist es für mich wichtig gemeinsam Zeit zu verbringen, egal ob es gemeinsam kochen ist, ausgehen, oder einfach nur zusammen einen Film anschauen. Hauptsache  man ist zusammen und beteuert dem andern wie sehr man sich schätzt und respektiert. Doch auch dass man über das Erlebte redet ist besonders wichtig.Die Gefühlswelt kann durcheinander geraten und die Hormone fahren Achterbahn.  Mir persönlich fällt es immer schwer mit dem Reden anzufangen und Daddy ist nun mal schneller in der Normalen Welt als ich. Für mich ist dies manchmal etwas schwierig da ich mich schnell verloren fühle und ich meinen Daddy dann nicht weiter zurück in meine Welt ziehen will. Doch er umsorgt mich liebevoll und achtet mich und das ist wohl das wertvollste was es gibt.

Regeln

Daddy hat mir vor kurzem ein paar Regeln gegeben an die ich mich halten muss. Es sind nicht viele, da er selbst sich erst langsam vorantastet. Eine der ersten Regeln die ich bekomme habe ist es. meinen Daddy angemessen zu begrüßen. Egal ob wir zu Hause sind oder uns irgendwo treffen, möchte er gerne mit Handkuss begrüßt werden. Dies ist für mich eine wundervolle Art meinem Daddy meinem Respekt und meine Liebe zu ihm zu zeigen.

Eine weitere Regel, die er aufgestellt hat ist meine Zu-Bett-geh-Zeit, da ich wie bereits erwähnt eine schlechte Schläferin bin und mich Nachts dann plötzlich mit Videoprojekten oder Bastelarbeiten beschäftige, statt schlafen zu gehen, kommt es dann oft genug vor dass ich am nächsten Tag übermüdet bin und mich natürlich nicht besonders gut fühle. Ich selbst habe da eine schlechte Kontrolle über mich, da ich schon mein ganzes Leben lang schlecht geschlafen habe und immer etwas schwer zur Ruhe komme. Somit sah mein Daddy wohl Handlungsbedarf und gab mir die Regel immer um spätestens 0.00h im Bett zu sein. Außer an seinen freien Tagen, da darf ich dann mit ihm so lange aufbleiben wie ich möchte.

Die dritte Regel lautet : Es jeden Tag zwei Stücke Obst. Ich ernähre mich an sich gut, koche immer frisch und esse auch viel Gemüse, aber leider happert es am Obst. Ich habe Schwierigkeiten täglich frisches Obst zu essen, einfach weil ich nicht so mag und nur Bananen essen ist langweilig. Also hat Daddy mir erlaubt dass ich mir auch frische Smoothies zubereiten darf. Nun muss ich auch selbst dafür sorgen dass immer genug Obst da ist und falls nicht, muss ich eben Neues einkaufen gehen.

Die vierte und derzeit letze Regel ist dass ich täglich zwei Flaschen Wasser trinken muss. Das Problem habe ich schon lange, dass ich einfach nicht genug trinke, nicht aus Trotz oder dass ich ungern Wasser trinke, ich mag sowieso keine Softdrinks oder Säfte, sondern weil ich oft einfach nicht durstig bin und dann auch nicht daran denke. Leider merke ich es immer am darauffolgendem Tag dass ich nicht genug getrunken habe, weil ich dann Kopfschmerzen kriege. Somit will Daddy sicherstellen dass ich genug Flüssigkeit zu mir nehme und errinert mich daran.

Die Regeln sollen mein Wohlergehen sicherstellen und sind nicht dazu da nur dass ich Regeln habe. Daddy gibt mir zwischendurch natürlich auch immer wieder mal Aufgaben und Erledigungen, die aber täglich variieren. Weitere Regeln werden wohl nach und nach folgen.

Vertrauen

Seit kurzem habe ich von meinem Daddy einige Regeln bekommen die bei Nichteinhaltung zur einer Strafe führen. Über die Regeln werde ich später mal einen Post machen. Warum ich dies erwähne ist dass Daddy diese Regeln nicht überprüfen kann, er arbeitet Vollzeit und außerdem im Schichtdienst. Zum Beispiel gab Daddy mir eine bestimmte Zeit ins Bett zu gehen. Grund dafür ist, ich bin eine schlechte Schläferin, komme schwer zur Ruhe und halte mich nachts sehr oft wach. Natürlich folgen am nächsten Tag Müdigkeit und eventuell Kopfschmerzen, da ich nun aber stets eine feste Uhrzeit habe wo ich ins Bett gehen muss, finde ich wieder einen besseren Schlafrhythmus. Jedenfalls, kann Daddy nicht ständig hinter mir her sein dass ich die Zeit korrekt einhalte und muss mir somit einfach vertrauen dass ich es von mir aus genau so mache wie er es wünscht. Und wenn ich doch mal später gehe, muss er mir auch vertrauen dass ich ihn diesbezüglich informiere. Immer öfter sehe ich in verschiedenen Gruppen wie einige Littles/Subs/Slaves sich über diese Regeln, die nicht kontrolliert werden können, hinwegsetzen und sich dabei noch ins Fäustchen lachen, da ihr Daddy/Dom/Master es sowieso nicht herausfinden wird. Ich finde es sehr schade dass sich diese Leute so wenig Gedanken um die Basis jeder Beziehung machen. Vertrauen ist das A und O jeder Beziehung und gerade in einer D/s Beziehung gar nicht weg zu denken. Wir Littles wollen doch auch dass unser Dom ehrlich mit uns ist und wir brauchen auch einige Zeit um uns ganz fallen lassen zu können, bis wir eben unseren Daddy’s vollkommen vertrauen können. Warum gehen dann so viele, so dermaßen fahrlässig mit dem entgegen gebrachten Vertrauen um ? Bevor mein Daddy mir dies als feste Regel gab, sagte er mir schon ein paar Mal an dass ich um 0.00h im Bett sein soll, während er Frühschicht schieben musste. Ich erwähnte Ihm gegenüber dass dies an sich kein Problem sei, aber wie wolle er es denn kontrollieren ob ich mich daran halte, er antwortete nur er brauche es nicht zu kontrollieren schließlich vertraue er mir ja. Und genau diese Worte brachten mich dazu, den ganzen Abend lang die Uhr im Blick zu haben, dass ich die Zeit auch wirklich nicht überschreite. Dazu muss ich sagen dass dies sehr ungewöhnlich für mich ist, als Selbständige mit absolut freier Zeiteinteilung, ist die Uhrzeit für mich größtenteils unwichtig. Mittlerweile habe ich mir einfach zehn Minuten vor der Zur-Bett-geh-Zeit ein Alarm gestellt, somit verpasse ich die nun nicht mehr.

Wenn einige aber schon bei solchen Sachen flunkern und sich denken, wird schon nicht so wild sein, wenn ich zwanzig Minuten später gehe, wie soll denn ein Daddy sicher sein dass sie nicht auch bei anderen Sachen flunkern. In einer Welt von Safe Words, Hard Limits und Soft Limits muss es doch  gewährleistet sein zu hundert Prozent ehrlich miteinander zu sein. Setzt die Regeln so auf dass sie für euch machbar und auch sinnvoll für euch sind. Wenn ihr dann doch mal gegen sie verstoßen solltet gebt es zu, wir sind alle nur Menschen und machen auch alle mal Fehler, tretet eure Strafe bewusst an und nehmt sie hin als das was sie sind, ein Weg euch zu stärken und euch aufmerksamer zu machen.

Vorurteile

Über jemanden urteilen, ja das machen wir wohl alle, die einen mehr die anderen weniger. Ich möchte mir gar nicht ausmalen wie mein näheres Umfeld reagieren würde und wie hinter meinem Rücken getuschelt werden würde, wenn sie über meine Beziehung Bescheid wüssten. Dabei könnten es mir eigentlich egal sein, und trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis es jemanden zu sagen. Nur eine Freundin hat eine kleine Idee davon, diese Person ist auch absolut Vorurteilsfrei was ich  sehr bewundere. Ihr werde ich es vielleicht irgendwann mal sagen, und wenn es einfach nur deswegen ist um einfach offener und freier zu reden. Ich habe zum Beispiel von meinem Daddy die Regel, dass, bevor ich was unternehme und mich mit Freunden treffe,  ich ihm vorher immer Bescheid geben muss. Dass führt zur manchem Stotteren am Telefon wenn mal jemand anruft und fragt ob wir uns irgendwo treffen sollen. Es wär soviel einfacher sagen zu können “ Lass mich nur schnell Daddy anrufen“. Nicht missverstehen, mein Daddy hält mich nicht davon ab Freunde oder Familie zu treffen, er will einfach nur wissen wo ich bin, und ob es mir gut geht. Tja, so einfach könnte es sein, aber wir haben es noch keinem erzählt und dabei bleibt es wohl noch einige Zeit.

Dennoch finde ich D/s in der Öffentlichkeit auszuleben gar nicht so schwierig, es hängt wohl auch stark davon ab wie man es auslebt, aber bei uns scheint es, bis auf eine Ausnahme, unbemerkt zu bleiben. Wenn wir zusammen unterwegs sind sind es meist nur Gesten, Blicke oder ein Wort, die unsere D/s Dynamik ausmachen. Zum Beispiel begrüße ich Daddy immer mit einem Handkuss, diese Geste ist für mich liebe- und respektvoll, ich kann mir nicht vorstellen dass jemand voreingenommen auf so eine Geste reagieren würde. Wenn ich mich mal nicht so benehme wie ich soll, macht Daddy auch kein großes Aufhebens darum, er zieht mich einfach an sich heran und macht mir, mit sanfter Stimme, klar dass es reicht. Dann ist es meine Entscheidung ob ich weitermache oder brav bin. Mit den Konsequenzen muss ich dann gegebenenfalls leben, dies dann aber wieder zuhause. Dieses Szenario kann sich auch in einem vollen Supermarkt abspielen und keinem fällt es auf, aber wir können unser Machtgefälle ausleben.

Aber wie oben bereits erwähnt gab es wohl eine Ausnahme wo wir wohl doch aufgefallen bin. Dies passierte ganz am Anfang unserer D/s Dynamik als wir langsam aber sicher auf 24/7 los steuerten. Ich saß mit Daddy auf der Terasse eines Café’s wo mir auf der anderen Seite ein Oberteil in einem Schaufenster aufgefallen ist. Das passiert mir sonst eher selten, da ich mich mit dem Kleiderkauf eher schwer tue. Daddy wollte dass ich ins Geschäft gehe und nachsehe ob sie es in meiner Größe da haben. Gesagt getan. Als ich es anprobierte und aus der Kabine kam um es Daddy zu zeigen, wollte er dass ich es gleich mitnehme. Natürlich fing ich wieder eine Diskussion an dass ich es nicht wirklich brauche und wir uns das Geld lieber sparen sollten. Ich versuche möglichst sparsam zu sein, da ich selbst nicht so viel verdiene und ich meinem Daddy nicht  auf der Tasche liegen will. Er umarmte mich von hinten und flüsterte mir zu ich hätte es verdient weil ich sein braves Mädchen sei, ich solle sein Geschenk dafür annehmen und seine Entscheidung nicht in Frage stellen. Ich kicherte und bedankte mich bei ihm und als ich mich umdrehte fing ich den Blick der Verkäuferin ein. Dieser sprach Bände und es war mehr als klar dass sie dieses Gespräch gerade ganz klar ablenhte. Erstaunlich, einige Sekunden davor war mir das erste Mal klar geworden dass das Machtgefälle auch in unserem Alltag angekommen ist, und es machte mich überglücklich, und im nächsten Moment sieht man dass, diejenige, die die Szene belauscht hat, gerade ein Urteil über einen gefällt hat, das nicht zu meinem Gunsten ausgefallen ist. Doch es war mir egal, denn ich konnte in diesem Moment nicht glücklicher sein und das einfach nur weil Daddy ein Machtwort gesprochen hat.

So ist das nun mal mit Vorurteilen, was wir nicht kennen und nicht verstehen wird gleich ins Negative gewertet. Ich will nicht behaupten dass ich nie über etwas urteile, jedoch versuche ich immer erst etwas zu verstehen und tolerant zu sein und mittlerweile gelingt mir das recht gut. Aber wie man sieht ist das was für den einen  gerade ein wundervoller Moment ist, für den anderen ein Grund den Kopf zu schütteln, einfach weil er sich ein Urteil bildet ohne zu hinterfragen. Also Leute beim nächsten Mal einfach mitfreuen.

Wie alles begann…

Hier nun eine  Beschreibung wie wir den Weg zu unserer DD/lg Beziehung fanden.

Ich habe meinen Daddy mit 16 kennen gelernt, es war gleich eine tiefen Verbundenheit zwischen uns auch wenn wir nicht gleich ein Paar wurden. Wir waren das erste halbe Jahr nur Freunde, doch diese Freundschaft war vom ersten Tag an so tief und innig wie ich sie zuvor noch nie erlebt habe. Nach einigen Monaten wurde uns beiden bewußt dass wir mehr füreinander empfinden und wir wagten den Schritt nach vorne. Ich hatte zu der Zeit schon einige Fantasien, jedoch wollte ich sie ihm damals noch nicht mitteilen. Ich war vorher in einer sehr schlechten Beziehung und hatte immer noch Schwierigkeiten mich einem anderen Menschen so hinzugeben. Somit wartete ich etwa ein knappes Jahr bevor ich mit der Sprache rausrückte. Meine Daddy nahm es sehr positiv auf und war sehr aufgeschlossen Neues zu probieren. Jedoch gingen wir nach einiger Zeit die Sache etwas zu schnell an und ich begann mich nicht mehr wohl zu fühlen. Die D/s, SM Situation sollte eigentlich nur im Schlafzimmer stattfinden, jedoch fing mein Daddy an, eher unbemerkt, es auch in unseren Alltag einzubringen. Wir hatten nie etwas abgesprochen und auf einmal war meine Gefühlswelt aus den Fugen geraten. Ich hatte damals auch noch große Schwierigkeitem mich emotional zu öffnen und ich redete einfach nicht über die Sachen die mich bedrückten. Irgendwann verebbte die BDSM Schiene dann bei uns, wir hatten wohl noch etwas wilderen Sex aber es gab keine wirkliche Dominanz und keine wirkliche Unterwerfung. Nach einiger Zeit vermisste ich aber den BDSM Aspekt in unserem Schlafzimmer und wir starteten einen neuen Versuch. Diesmal waren wir beide offener und informierten uns auch besser. Wir gingen es langsam an und redeten bedeutend mehr. Einige Jahre hatten wir also eine BDSM Beziehung die jedoch nur im Schlafzimmer stattfand. Wir kamen beide damit gut zurecht und wir waren glücklich so wie es war. Jedoch vor etwa einem Jahr, oder vielleicht auch etwas länger, änderte sich die Dynamik, nicht plötzlich, sondern eher schleichend. Daddy fing an mir ab und zu auch außerhalb des Schlafzimmers Anweisungen zu geben und es gefiel mir. Nein ich liebte es. Jedoch konnte ich mir nicht wirklich vorstellen diese Machtgefälle 24/7 auzuleben, nicht zu dem Zeitpunkt. Doch trotzdem war ich neugierig und fing an mich mehr über diese Art von Beziehung zu informieren. Ich tat die hauptsächlich übers Internet und ich muss zugeben nicht alles gefiel mir was ich da so an Informationen fand. Meinem Daddy ging es ähnlich, wir mussten beide viel über Sklavenerziehung lesen, über permanente Nackthaltung und über Meister die den Willen ihrer Sklavin brechen wollen. Keiner von uns fand das besonders spannend. Ich werte hier nicht über diese Formen, es ist nur einfach nichts für uns. Somit blieben wir erst mal bei unseren Schlafzimmer Playdates. Doch irgendwie behielten wir so eine ungenaue Dynamik bei, bei der mein Daddy immer mal wieder der Boss war, dann wieder nicht und es machte mich nervös. Ich fand es toll wenn er die Führung übernahm, wenn ich mich ganz in seine Hände geben konnte, doch auch hier war es wieder nicht abgesprochen und es war nur nach Lust und Laune. Es hing halt so in der Luft. Also fasste ich mir nach eingem hin und her ein Herz und fragte ihn einfach ob er diese D/s Dynamik mal für ein verlängertes Wochenende versuchen wollte. Mein Daddy war froh es in einem kleinen Schritt versuchen zu können, da er sich noch nicht sicher genug gefühlt hatte gleich aufs Ganze zu gehen. Drei Tage führten wir dieses Experiment durch in denen wir die ganze Zeit zusammen waren. Wir beiden fanden Gefallen daran und ich war sehr traurig als es wieder vorbei war. Es dauerte noch einige Wochen in der wir uns nicht ganz klar waren wie es weiter geht, aber dann fassten wir den Entschluss es zu versuchen und setzen uns hin und stellten ein paar Richtlinien auf. Dabei ging es um Grundsätzliches, wie wir uns zum Beispiel vor Freunden und Familie verhalten. Da wir beide nicht unbedingt wollen dass diese all zu genau Bescheid weiss, da einige doch wohl Vorurteile haben, haben wir uns auf verschieden Codes geeinigt. Außerdem ging es darum ob wir es in absolut jedem Bereich unseres Lebens wollen, somit auch die Arbeit. Da mussten wir nicht viel diskutieren da mein Daddy von sich aus sagt dass er sich bei mir nicht einmischen will. Ich bin selbständig tätig und kann mir meine Zeit frei einteilen, trotz dass mein Daddy sich nicht in meine Planung mischt, ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich ihn immer wieder frage bevor ich Termine festlege. Hier sei auch erwähnt ich habe einen sehr lockeren Job, somit geht dass dann auch. Und dann gibt es natürlich auch noch das Safeword, ich hatte bis dahin nie eins, da mein Daddy meine Körpersprache sehr gut lesen kann und es bis dahin auch nur auf der sexuellen Ebene stattfand. Aber nun wollte mein Daddy definitiv dass ich ein Safeword habe, weil er mehr im Schlafzimmer ausprobieren wollte und auch zur meiner emotionalen Sicherheit außerhalb des Schlafzimmers. Er wollte damals diese Form der Beziehung nur eingehen wenn er sicher war dass ich im absoluten Notfall die Reißleine ziehen kann. Ich bin vollkommen damit einverstanden, auch wenn ich mir sicher bin dass ich es nicht brauchen werde. Es gab und gibt ihm auch eine gewisse Sicherheit. Weitere Regeln folgten nach und nach, und trotz einiger kleinen Rückschläge fanden wir uns hervorragend in diese neue Form unsere Beziehung ein. Wir recherchierten viel und uns wurde bewußt dass wir irgendwie nicht in dieses typische Dom/sub Schema reinpassten. Na gut, dachten wir, dann eben nicht auch egal, dann sind wir eben etwas anders. Doch ich glaube manchmal hatte Daddy das Gefühl ernster sein zu müssen, etwas forscher um einen guten Dom abzugeben und dies schien ihn etwas zu verunsichern, da dies nicht ganz seinem Naturell entspricht. Mir ging es manchmal ebenso, dass ich auch meine kindliche Seite immer mal wieder ablegte um eine bessere Sub zu sein. Doch wie gesagt es enspricht halt nicht ganz dem Naturell. Nach einiger Zeit stieß ich durch Zufall über einige Seiten bei Facebook die sich mit dem Thema DD/lg befassten. Ich begann zu recherchiern und erkannte mich und meinen Daddy doch teilweise sehr deutlich darin. Wir meldete uns bei FetLife an und traten diversen Gruppen bei die dieses Thema behandeln. Wir konnten uns sehr gut damit identifizieren und sahen einfach, dass es noch viele weitere Personen gibt die so sind und eine solche Art der Beziehung führen. Irgendwann stellten wir uns natürlich auch die Frage ob der Begriff Daddy für uns in Orndung wäre. Wir beide verneinten diese Frage recht schnell, tja und doch sitze ich nun hier und schreibe über meinen Daddy. Es war von uns nie geplant aber meinem Daddy rutsche es nur ab und zu mal raus und dann waren wir beide verwundert darüber dass keiner von uns das komisch fand. Nach einiger Zeit fühlte es sich natürlich an ihn Daddy zu nennen da auch die Dynamik sich so liebevoll und verständnisvoll verändert hat. Für mich ist es auch gar kein Problem, da ich ohne Vater aufgewachsen bin und somit den Begriff Daddy nicht in Verbindung mit meinem biologischem Vater bringe ( und wehe mir unterstellt jetzt jemand Vaterkomplexe 😉 ). Ich nenne ihn trotzdem nicht nur Daddy, besonders vor Freunden oder Familie werde ich mich hüten. Dies ist also der Werdegang vom ganz normalen Paar zur einer DD/lg Beziehung und über weitere Entwicklungen werde ich hier in diesem Blog berichten.