Warum ich nicht mehr schreibe

Ich wurde nun schon einige male gefragt warum ich schon so lange nicht mehr geschrieben habe, darum schreibe ich nun doch einmal und versuche es zu erklären. Mein Problem das ich habe um weiter hier zu schreiben ist die Betrachtung von außen. Ich war auf vielen Plattformen sehr aktiv in der DD/lg Szene, hauptsächlich im englisch sprachigem Raum, und auch dort habe ich mich seit einiger Zeit ganz zurückgezogen. Immer wieder geht es nur um ein Thema : Wie finde ich einen Daddy? Wie finde ich jemanden der mir alle meine Sorgen nimmt? Warum sollte ich mich um mich selber kümmern, wenn ein anderer das machen kann? Ich kann mich einfach nicht mit dieser Einstellung identifizieren. Ich hatte mit vielen Littles Kontakt und meistens sind das die einzigen Fragen die sich viele von ihnen stellen. Für mich scheint es oft so als ob sie einfach nur jemanden wollen, der ihnen das ganze Leben abnimmt. Selten geht es wirklich darum eine hingebungsvolle Partnerschaft aufzubauen. Die Themen sind immer wieder ähnlich; ich habe Probleme, löse sie, ich bin einsam, umarme mich, ich bin traurig, tröste mich. Hiermit urteile ich in keiner Weise über Menschen, die eine schwere Zeit durchmachen, wir alle gehen da durch,trotzdem kann man immer wieder nur darauf hinweisen das kein anderer Mensch dich retten kann. Warum sind so viele Littles scheinbar nicht gewillt, sich Herausforderungen zu stellen, sich als Mensch weiter zu entwickeln, in ihrer Spiritualität zu wachsen? Wieso wird sich so dermaßen darauf verlassen, dass, falls ein Daddy vorbei kommt alles gut wird ? Denken wir mal weiter,eine traurige, einsame „Little“ findet also tatsächlich einen Daddy. Die ersten Wochen und Monate ist auch alles wunderbar, doch irgendwann kommt die Wende. „Little“ fühlt sich öfter nicht verstanden, kann sich auch gegenüber ihrem Daddy auch nicht ausdrücken, da sie sich ja auch nicht weiter mit ihrem Selbst auseinandersetzen musste, Daddy macht das schon. Daddy versteht seine Little nicht mehr, eventuell wird versucht durch neue Regeln das Verhältnis aufzubessern, Little fängt an sich eingeengt zu fühlen, möchte ausbrechen, doch auch da wieder das gleiche Problem, sie weiß nicht wie da sie sich noch immer nicht mit ihrem Selbst auseinandergesetzt hat. Dies ist nur eine Möglichkeit was passieren kann, und ich hoffe aus tiefstem Herzen dass es da draußen viele glückliche DD/lg Paare gibt die glücklich sind. Doch mit dem was ich lese und höre ist es bedauerlicherweise meist nicht der Fall. Dann kommt noch das Problem der Begriffserläuterungen dazu. Man findet einige Seiten im Web die einem Erklären ob man wirklich eine Little ist, und wenn ja welche Art von Little; Princess, Warrior, Brat, Good Girl etc. Bitte lasst euch nicht auf so einen Unsinn ein, ihr seid alle einzigartig und das ist wunderbar. Littles müssen nicht endlos Cartoons schauen, sie müssen nicht in Babysprache reden, nicht mal Stofftiere müsst ihr mögen. Erhaltet euch einfach euer inneres Kind das mit kindlicher Neugier und staunenden Augen die Welt erforscht, dann müsst ihr nicht mal mehr eine Little sein 😉

Sucht  niemanden der euch rettet, lernt euch selbst neu kennen, erforscht eure tiefstes Inneres, arbeitet an euch. Wenn es wirklich so schlimme Probleme sind sucht euch Hilfe bei Freunden, Familie, Berater oder Therapeuten. Lernt euch selbst zu lieben, verzeiht anderen und euch selbst. Dann seid ihr bereit für eine wundervolle Beziehung, erfüllt mit Liebe und Hingabe, die keiner Definition bedarf.

Ich mache mir wohl nicht viele Freunde, und Bitte, wenn ihr andere Erfahrungen gemacht habt lasst es mich wissen. Ich freue mich ehrlich über jede Beziehung die auf Hingabe, Vertrauen und  Liebe basiert. Ich schreibe nur über meine eigene Erfahrungen in der Welt des DD/lg.

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Barrieren

Seit ein paar Monaten trage ich zuhause einen Schnuller. Es hatte lange gedauert bis ich zugeben konnte dass ich mir einen wünsche, und es hat auch lange gedauert bis ich mich sicher genug fühlte ihn vor meinem Daddy zu tragen. Er ist ganz wunderbar damit umgegangen, hat mich immer wieder ermutigt ihn zu tragen und mir immer wieder versichert dass er es süß findet.

Vor einigen Wochen dann, während einer Session steckte er mir dann unverhofft den Schnuller in den Mund und sorgte dafür dass er da auch bleibt. Er drang in mich ein und vögelte mir den Verstand aus dem Kopf um es mal einfach aus zu drücken. Nachdem wir beide gekommen waren und erschöpft nebeneinander lagen, fiel mir erst mal wieder auf dass ich noch immer den Schnuller im Mund habe. Ich nahm ihn etwas verschämt wieder raus und fragte nach ob das in Ordnung für ihn war. Daddy sagte nur dass es kein Thema für ihn wäre, weiter erwähnte er aber nichts mehr. In den folgenden Wochen machte er dies immer mal wieder, aber ich wußte nie wirklich wie er darüber denkt, „in Ordnung“ war keine wirkliche Antwort in meinen Augen. Heute dann das gleiche Spiel wieder : Schnuller rein, wieder raus da ich noch was anderes machen sollte, dann wieder rein. Während des Sex denke ich mir nie was dabei, da ich da in anderen Spähren schwebe. aber danach stellte sich dann doch wieder die Frage. Also habe ich Daddy dann doch direkt gefragt, was genau er darüber denkt. Er zögerte einen Augenblick, dann sagte er mir dass es ihn wirklich anturnt. Ach was ? Ich hatte schon Angst er tut es nur mir zu Liebe. Ich hackte etwas nach und wollte wissen warum er das nicht einfach gleicht sagt, darauf die Antwort  : „Ich will nicht das du denkst ich sei komisch“. „Ach Daddy, du bist komisch, aber ich bin es auch“

Trotz das wir sehr offen miteinander umgehen, scheinen doch noch immer ein paar Barrieren in unserem Kopf zu sein, viele haben wir schon überwunden aber einige sind wohl noch da. Er erklärte mir dass er sich dadurch, mich mit Schnuller zu sehen, noch mehr in Daddy Rolle einfühlt, aber natürlich deswegen auch eine gewisse Hemmschwelle hat dies zuzugeben.

Ich verstehe das, es geht mir genauso, aber natürlich grübelt man doch ein wenig. Mag sein dass einige die das lesen vielleicht denken das dies alles krank oder pervers ist. Aber darum geht es nicht, Daddy ist so verständnisvoll und ich bin es auch, wir müssten in der Lage sein uns solche Sachen gleich zu sagen. Aber eben weil wir nicht abgestempelt werden wollen, schweigen wir manchmal, sogar vor dem eigenen Partner. Das führte eben dazu dass ich mich unsicher fühlte und dachte ich mache das irgendwie falsch. Dazu sei gesagt dass war nicht dramatisch, aber ab jetzt fühle ich mich doch um einiges Wohler wenn der Schnuller dann noch mal zum Einsatz kommt.

Und dies sag ich eher zu mir selbst : Verbanne diese blöden Barrieren aus dem Kopf, und wenn ich ein Krönchen während des Sex tragen will und Glitzer um mich schmeißen will, dann soll ich dass auch getrost machen können.

Entarnt ?

Vor einigen Tagen war meine Stiefschwester zu Besuch, sie weiß nichts genaues über meine Beziehung mit Daddy, ahnt aber wohl so einiges. Ich habe ihr nur erzählt dass wir BDSM im Schlafzimmer praktizieren und den D/s Teil auch irgendwie so ein wenig in den Alltag einfließen lassen. Von DaddyDom und Little Girl habe ich ihr jedoch weiter nichts erzählt. Bevor sie kam bemerkte ich dass ich nicht genug Essen zuhause hatte um uns etwas zu kochen, also kramte ich die Karte des nächsten Lieferdienstes raus und fragte meinen Daddy ob ich den Salat mit Lachs bestellen darf, mein Daddy sagte Nein, er möchte den ich sollte mir einen anderen nehmen. Natürlich hat er nur Spaß gemacht, aber als meine Stiefschwester dann ankam und ich ihr die Karte zeigte, fragte ich Daddy erneut ob ich den wirklich nicht den Salat bestellen darf und fügte natürlich ein zuckersüßes Biiiiiitte hinzu. Meine Stiefschwester schaute uns grinsend an und meinte : “ Na Papa, lass sie doch“ Ich war echt erstaunt dies von ihr zu hören und ihrem Grinsen nach zu urteilen wußte sie genau was sie damit sagte. Später meinte Daddy dann zu mir, eigentlich wollte er sie korrigieren und ihr erklären dass es Daddy und nicht Papa heißt, er wusste aber nicht ob das für mich in Ordnung wäre. Also fürs nächste mal weiss er dass er das ruhig sagen kann, denn ich bin mir sicher dass sie es sowieso schon weiss 🙂

Subdrop

oder wenn der Höhenflug zur Bruchlandung führt…..

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Bei mir selbst merke ich dass ich immer etwas länger brauche um wieder um den Boden zu kommen, egal ob wir ein langes oder kurzes Spiel hatten. Bei sehr intensiven Spielen kommt es auch schon mal vor dass ich über einige Tage hinweg auf einem Höhenflug bin.Körper, Geist und Seele sind vollkommen befriedigt, der Gedankenfluss ist ruhig und der Kopf befreit. Doch es muss nicht immer eine über Stunden hinweg dauernde Session sein, damit ich in diesen Subspace gelange, auch ein kurzes Spiel kann mich ganz schnell dahin katapultieren. Was brauche ich denn nun um wieder sanft zu landen ? Für mich sehr wichtig ist erstmal Zeit, wenn ich gleich nach einer Session irgendwo hin rennen muss um irgendwen zu treffen ist eine Bruchlandung, oder auch Subdrop genannt, vorprogrammiert. Die Glückshormone fahren unnatürlich schnell runter und was bleibt ist ein Häufchen Elend dass nicht weiss wohin mit sich. Vor Kurzem erlebte ich ein solch intensives Subdrop, weil Daddy und ich uns gleich nach dem Spiel mit meinen Eltern treffen sollten. Tja, unser Sexleben ist nun mal nicht geplant wir wollen ja spontan bleiben. Jedenfalls blieb uns danach nicht viel Zeit und wir mussten uns kurz nach Spielende auf den Weg machen. Wir fuhren also zu meinen Eltern und verbrachten etwa zwei Stunden bei Ihnen bis wir wieder nach Hause fuhren. Ich muss als Info geben, dass meine Eltern leider sehr anstrengend sein können und sie der Welt gegenüber doch sehr negativ eingestellt sind. Also nach zwei Stunden wo sie sich also über jeden beschwert hatten und uns erklärt haben wie schwer sie es doch haben, saßen Daddy und ich wieder im Auto. Jeder von uns etwas still und bedrückt. Ich fühlte mich elend und musste meine Tränen  unterdrücken. Irgendwann erwähnte ich Daddy gegenüber dass dies doch eine wohl unglückliche Landung war, von seiner Seite kam nur ein kurze Zustimmung und dann folgt wieder Stille. Zuhause angekommen, wurde mir dann körperlich richtig schlecht und es fühlte sich wie Unterzuckerung an. Also aßen wir gemeinsam einen Snack, doch es half nichts. Ich konnte meinen Tränenausbruch nicht mehr zurückhalten, also fing ich an Daddy zu erklären wie ich mich fühle und er erzählte mir dass es ihm genauso geht. Wir fühlten uns beide wie aus unsere Welt gerissen, keine Zeit das Erlebte zu verarbeiten und von negativen Gedanken übergossen. Er braucht es genauso nach einem Spiel mich im Arm zu halten, wie ich es brauche im Arm gehalten zu werden. Er braucht es mir zu beteuern was für ein gutes Mädchen ich bin, genauso wie ich es brauche dies zu hören. Ich brauche Zeit langsam wieder in die Normale Welt zurück zu finden, Zeit die nur uns beiden gehört. Um weitere Subdrops oder eben auch Domdrops zu vermeiden, haben wir ausgemacht im schlimmsten Fall auch mal ein Treffen ab zu sagen, wenn es denn nicht all zu wichtig ist. Wenn wir natürlich etwas nicht absagen können, ist es um so wichtiger über das Erlebte zu reden, dem anderen seine Gefühle mit zu teilen. Im Notfall klappt das auch mal auf der Fahrt zum Treffen.

Aber ein Subdrop kann auch vorkommen wenn es eine gute Landung gab. Sobald die Glückshormone runterfahren und sich alles wieder normalisiert, kommt dann doch mal der Moment in dem man sich verloren fühlt, eventuell unsicher wird und Schuldgefühle können auftreten. Wieso das so ist weiß ich auch nicht, doch es kommt nun einmal vor. Für mich ist es einfacher über das Erlebte zu reden wenn ich nicht mehr in diesem Schwebezustand bin, wenn Daddy und ich schon wieder im Normalzustand angekommen bin. Für mich ist es wunderbar wenn Daddy mir im Detail erklärt was ihm gefallen hat, was er eventuell noch versuchen möchte und wenn er mir sagt wie sehr er mich liebt und ich sein braves Mädchen bin. Genau das brauche ich um mich nicht so verloren zu fühlen.

Aftercare

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Dass Aftercare nach einer Session von großer Bedeutung ist brauch ich sicher nicht mehr zu erklären. Ich erlebe im Spiel derart intensive Gefühle, gebe mich Daddy vollkommen hin, will von ihm benutzt werden, will dass ich ihm ganz und gar gehöre. Während das Spiels bin ich in einer Welt, wo ich mich ganz gehen lassen kann, keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, sondern nur noch fühle und nur noch sein kann. Der Schmerz befreit mich ganz und gar.

Nach diesen intensivem Erlebnis ist es wichtig in Ruhe wieder zurück zu kommen. Das erste was mein Daddy immer macht, ist das er mir eine Decke gibt in der ich mich mit ihm ganz einkuscheln kann. Dann sorgt mein Daddy noch dafür dass ich etwas trinke. Wenn das Spiel ein hartes Spanking beinhaltet hat, cremt mein Daddy mich ein um die Haut zu beruhigen. Meist liegen wir danach einfach nur zusammen und kuscheln. Wenn es dann doch mal Zeit wird aufzustehen ist es für mich wichtig gemeinsam Zeit zu verbringen, egal ob es gemeinsam kochen ist, ausgehen, oder einfach nur zusammen einen Film anschauen. Hauptsache  man ist zusammen und beteuert dem andern wie sehr man sich schätzt und respektiert. Doch auch dass man über das Erlebte redet ist besonders wichtig.Die Gefühlswelt kann durcheinander geraten und die Hormone fahren Achterbahn.  Mir persönlich fällt es immer schwer mit dem Reden anzufangen und Daddy ist nun mal schneller in der Normalen Welt als ich. Für mich ist dies manchmal etwas schwierig da ich mich schnell verloren fühle und ich meinen Daddy dann nicht weiter zurück in meine Welt ziehen will. Doch er umsorgt mich liebevoll und achtet mich und das ist wohl das wertvollste was es gibt.

Regeln

Daddy hat mir vor kurzem ein paar Regeln gegeben an die ich mich halten muss. Es sind nicht viele, da er selbst sich erst langsam vorantastet. Eine der ersten Regeln die ich bekomme habe ist es. meinen Daddy angemessen zu begrüßen. Egal ob wir zu Hause sind oder uns irgendwo treffen, möchte er gerne mit Handkuss begrüßt werden. Dies ist für mich eine wundervolle Art meinem Daddy meinem Respekt und meine Liebe zu ihm zu zeigen.

Eine weitere Regel, die er aufgestellt hat ist meine Zu-Bett-geh-Zeit, da ich wie bereits erwähnt eine schlechte Schläferin bin und mich Nachts dann plötzlich mit Videoprojekten oder Bastelarbeiten beschäftige, statt schlafen zu gehen, kommt es dann oft genug vor dass ich am nächsten Tag übermüdet bin und mich natürlich nicht besonders gut fühle. Ich selbst habe da eine schlechte Kontrolle über mich, da ich schon mein ganzes Leben lang schlecht geschlafen habe und immer etwas schwer zur Ruhe komme. Somit sah mein Daddy wohl Handlungsbedarf und gab mir die Regel immer um spätestens 0.00h im Bett zu sein. Außer an seinen freien Tagen, da darf ich dann mit ihm so lange aufbleiben wie ich möchte.

Die dritte Regel lautet : Es jeden Tag zwei Stücke Obst. Ich ernähre mich an sich gut, koche immer frisch und esse auch viel Gemüse, aber leider happert es am Obst. Ich habe Schwierigkeiten täglich frisches Obst zu essen, einfach weil ich nicht so mag und nur Bananen essen ist langweilig. Also hat Daddy mir erlaubt dass ich mir auch frische Smoothies zubereiten darf. Nun muss ich auch selbst dafür sorgen dass immer genug Obst da ist und falls nicht, muss ich eben Neues einkaufen gehen.

Die vierte und derzeit letze Regel ist dass ich täglich zwei Flaschen Wasser trinken muss. Das Problem habe ich schon lange, dass ich einfach nicht genug trinke, nicht aus Trotz oder dass ich ungern Wasser trinke, ich mag sowieso keine Softdrinks oder Säfte, sondern weil ich oft einfach nicht durstig bin und dann auch nicht daran denke. Leider merke ich es immer am darauffolgendem Tag dass ich nicht genug getrunken habe, weil ich dann Kopfschmerzen kriege. Somit will Daddy sicherstellen dass ich genug Flüssigkeit zu mir nehme und errinert mich daran.

Die Regeln sollen mein Wohlergehen sicherstellen und sind nicht dazu da nur dass ich Regeln habe. Daddy gibt mir zwischendurch natürlich auch immer wieder mal Aufgaben und Erledigungen, die aber täglich variieren. Weitere Regeln werden wohl nach und nach folgen.

Vertrauen

Seit kurzem habe ich von meinem Daddy einige Regeln bekommen die bei Nichteinhaltung zur einer Strafe führen. Über die Regeln werde ich später mal einen Post machen. Warum ich dies erwähne ist dass Daddy diese Regeln nicht überprüfen kann, er arbeitet Vollzeit und außerdem im Schichtdienst. Zum Beispiel gab Daddy mir eine bestimmte Zeit ins Bett zu gehen. Grund dafür ist, ich bin eine schlechte Schläferin, komme schwer zur Ruhe und halte mich nachts sehr oft wach. Natürlich folgen am nächsten Tag Müdigkeit und eventuell Kopfschmerzen, da ich nun aber stets eine feste Uhrzeit habe wo ich ins Bett gehen muss, finde ich wieder einen besseren Schlafrhythmus. Jedenfalls, kann Daddy nicht ständig hinter mir her sein dass ich die Zeit korrekt einhalte und muss mir somit einfach vertrauen dass ich es von mir aus genau so mache wie er es wünscht. Und wenn ich doch mal später gehe, muss er mir auch vertrauen dass ich ihn diesbezüglich informiere. Immer öfter sehe ich in verschiedenen Gruppen wie einige Littles/Subs/Slaves sich über diese Regeln, die nicht kontrolliert werden können, hinwegsetzen und sich dabei noch ins Fäustchen lachen, da ihr Daddy/Dom/Master es sowieso nicht herausfinden wird. Ich finde es sehr schade dass sich diese Leute so wenig Gedanken um die Basis jeder Beziehung machen. Vertrauen ist das A und O jeder Beziehung und gerade in einer D/s Beziehung gar nicht weg zu denken. Wir Littles wollen doch auch dass unser Dom ehrlich mit uns ist und wir brauchen auch einige Zeit um uns ganz fallen lassen zu können, bis wir eben unseren Daddy’s vollkommen vertrauen können. Warum gehen dann so viele, so dermaßen fahrlässig mit dem entgegen gebrachten Vertrauen um ? Bevor mein Daddy mir dies als feste Regel gab, sagte er mir schon ein paar Mal an dass ich um 0.00h im Bett sein soll, während er Frühschicht schieben musste. Ich erwähnte Ihm gegenüber dass dies an sich kein Problem sei, aber wie wolle er es denn kontrollieren ob ich mich daran halte, er antwortete nur er brauche es nicht zu kontrollieren schließlich vertraue er mir ja. Und genau diese Worte brachten mich dazu, den ganzen Abend lang die Uhr im Blick zu haben, dass ich die Zeit auch wirklich nicht überschreite. Dazu muss ich sagen dass dies sehr ungewöhnlich für mich ist, als Selbständige mit absolut freier Zeiteinteilung, ist die Uhrzeit für mich größtenteils unwichtig. Mittlerweile habe ich mir einfach zehn Minuten vor der Zur-Bett-geh-Zeit ein Alarm gestellt, somit verpasse ich die nun nicht mehr.

Wenn einige aber schon bei solchen Sachen flunkern und sich denken, wird schon nicht so wild sein, wenn ich zwanzig Minuten später gehe, wie soll denn ein Daddy sicher sein dass sie nicht auch bei anderen Sachen flunkern. In einer Welt von Safe Words, Hard Limits und Soft Limits muss es doch  gewährleistet sein zu hundert Prozent ehrlich miteinander zu sein. Setzt die Regeln so auf dass sie für euch machbar und auch sinnvoll für euch sind. Wenn ihr dann doch mal gegen sie verstoßen solltet gebt es zu, wir sind alle nur Menschen und machen auch alle mal Fehler, tretet eure Strafe bewusst an und nehmt sie hin als das was sie sind, ein Weg euch zu stärken und euch aufmerksamer zu machen.

Vorurteile

Über jemanden urteilen, ja das machen wir wohl alle, die einen mehr die anderen weniger. Ich möchte mir gar nicht ausmalen wie mein näheres Umfeld reagieren würde und wie hinter meinem Rücken getuschelt werden würde, wenn sie über meine Beziehung Bescheid wüssten. Dabei könnten es mir eigentlich egal sein, und trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis es jemanden zu sagen. Nur eine Freundin hat eine kleine Idee davon, diese Person ist auch absolut Vorurteilsfrei was ich  sehr bewundere. Ihr werde ich es vielleicht irgendwann mal sagen, und wenn es einfach nur deswegen ist um einfach offener und freier zu reden. Ich habe zum Beispiel von meinem Daddy die Regel, dass, bevor ich was unternehme und mich mit Freunden treffe,  ich ihm vorher immer Bescheid geben muss. Dass führt zur manchem Stotteren am Telefon wenn mal jemand anruft und fragt ob wir uns irgendwo treffen sollen. Es wär soviel einfacher sagen zu können “ Lass mich nur schnell Daddy anrufen“. Nicht missverstehen, mein Daddy hält mich nicht davon ab Freunde oder Familie zu treffen, er will einfach nur wissen wo ich bin, und ob es mir gut geht. Tja, so einfach könnte es sein, aber wir haben es noch keinem erzählt und dabei bleibt es wohl noch einige Zeit.

Dennoch finde ich D/s in der Öffentlichkeit auszuleben gar nicht so schwierig, es hängt wohl auch stark davon ab wie man es auslebt, aber bei uns scheint es, bis auf eine Ausnahme, unbemerkt zu bleiben. Wenn wir zusammen unterwegs sind sind es meist nur Gesten, Blicke oder ein Wort, die unsere D/s Dynamik ausmachen. Zum Beispiel begrüße ich Daddy immer mit einem Handkuss, diese Geste ist für mich liebe- und respektvoll, ich kann mir nicht vorstellen dass jemand voreingenommen auf so eine Geste reagieren würde. Wenn ich mich mal nicht so benehme wie ich soll, macht Daddy auch kein großes Aufhebens darum, er zieht mich einfach an sich heran und macht mir, mit sanfter Stimme, klar dass es reicht. Dann ist es meine Entscheidung ob ich weitermache oder brav bin. Mit den Konsequenzen muss ich dann gegebenenfalls leben, dies dann aber wieder zuhause. Dieses Szenario kann sich auch in einem vollen Supermarkt abspielen und keinem fällt es auf, aber wir können unser Machtgefälle ausleben.

Aber wie oben bereits erwähnt gab es wohl eine Ausnahme wo wir wohl doch aufgefallen bin. Dies passierte ganz am Anfang unserer D/s Dynamik als wir langsam aber sicher auf 24/7 los steuerten. Ich saß mit Daddy auf der Terasse eines Café’s wo mir auf der anderen Seite ein Oberteil in einem Schaufenster aufgefallen ist. Das passiert mir sonst eher selten, da ich mich mit dem Kleiderkauf eher schwer tue. Daddy wollte dass ich ins Geschäft gehe und nachsehe ob sie es in meiner Größe da haben. Gesagt getan. Als ich es anprobierte und aus der Kabine kam um es Daddy zu zeigen, wollte er dass ich es gleich mitnehme. Natürlich fing ich wieder eine Diskussion an dass ich es nicht wirklich brauche und wir uns das Geld lieber sparen sollten. Ich versuche möglichst sparsam zu sein, da ich selbst nicht so viel verdiene und ich meinem Daddy nicht  auf der Tasche liegen will. Er umarmte mich von hinten und flüsterte mir zu ich hätte es verdient weil ich sein braves Mädchen sei, ich solle sein Geschenk dafür annehmen und seine Entscheidung nicht in Frage stellen. Ich kicherte und bedankte mich bei ihm und als ich mich umdrehte fing ich den Blick der Verkäuferin ein. Dieser sprach Bände und es war mehr als klar dass sie dieses Gespräch gerade ganz klar ablenhte. Erstaunlich, einige Sekunden davor war mir das erste Mal klar geworden dass das Machtgefälle auch in unserem Alltag angekommen ist, und es machte mich überglücklich, und im nächsten Moment sieht man dass, diejenige, die die Szene belauscht hat, gerade ein Urteil über einen gefällt hat, das nicht zu meinem Gunsten ausgefallen ist. Doch es war mir egal, denn ich konnte in diesem Moment nicht glücklicher sein und das einfach nur weil Daddy ein Machtwort gesprochen hat.

So ist das nun mal mit Vorurteilen, was wir nicht kennen und nicht verstehen wird gleich ins Negative gewertet. Ich will nicht behaupten dass ich nie über etwas urteile, jedoch versuche ich immer erst etwas zu verstehen und tolerant zu sein und mittlerweile gelingt mir das recht gut. Aber wie man sieht ist das was für den einen  gerade ein wundervoller Moment ist, für den anderen ein Grund den Kopf zu schütteln, einfach weil er sich ein Urteil bildet ohne zu hinterfragen. Also Leute beim nächsten Mal einfach mitfreuen.

Was ist ein Daddy Dom

Ich habe bereits ein paar Mal angesetzt hier eine Definition zu schreiben, und jedes Mal den Artikel wieder verworfen. Ich kann nur sagen ich mag diese Definitionen von Titeln und dieses Schubladendenken nicht.  Somit ist es besser ich beschreibe hier einfach meinen Daddy Dom, schließlich ist dieser Blog auch über uns.

Mein Daddy übernimmt in unserer Beziehung die Führung und das 24/7. Er bestimmt über die Finanzen, er bestimmt welchen Film wir uns im Kino ansehen, er sagt mir was ich anziehen soll, er gibt mir Regeln die ich einhalten muss.Falls ich dies nicht tue, muss ich halt mit den Konsequenzen leben. Er fragt mich aber auch nach meiner Meinung, wägt ab und läßt mir gegebenenfalls auch gerne mal meinen Willen.  Er muss mir nicht ständig seine Macht demonstrieren aber er könnte es. Was ist nun der Unterschied zwischen einem Daddy und einem Dom ? Gute Frage und eigentlich weiß ich es nicht, vielleicht dass er mit mir in den Zoo geht und er das Futter kauft damit ich die Ziegen im Streichelzoo füttern kann. Vielleicht auch dass er mir eine Gute Nacht Geschichte erzählt. Oder auch dass er mir gerne Stofftiere kauft. Er hilft mir bei kleinen Dingen, sei es eine Online Überweisung oder bei meinem Versuch ein Boot zu bauen. Er versucht die Welt für mich einfacher zu gestalten und hilft mir in jeder Situation in der ich einfach mal überfordert bin. Er ist immer für mich da und ermutigt mich, mich weiter zu entwickeln. Er hat den Drang in sich mich zu beschützen und er liebt meine eher kindliche Seite. Er ermutigt mich diese auszuleben und kuckt somit auch gerne My little Pony oder Disney Filme mit mir. Er findet es in Ordnung wenn ich unsere Schlafzimmer mit Blümchen und Glitzer dekoriere und er erfreut sich wenn er mich beochbachten kann wie ich begeistert einer Bastelarbeit nachgehe. Er ist Stolz auf mich, wenn ich eine Aufgabe erfülle. Vielleicht sind es genau diese Dinge die ihn als Daddy ausmachen, vielleicht machen das aber auch andere Doms die sich selbst nie als Daddy bezeichnen würden, wer weiss, wer weiss. Jedenfalls sind das ein paar Beispiele die ich aufzählen kann die ihn für mich als Daddy Dom definieren, jedoch könnte man ihn auch White Knight Dom nennen oder wie ich ihn gerne nenne, mein Protector Bear. Nur als Info am Rande, nicht über die Englische Sprache wundern die gerne mal reinrutsch, mein Daddy ist Engländer und wir reden die meiste Zeit Englisch miteinander, desshalb werden immer mal wieder englische Begriffe ihren Weg in den Text finden.

Was ist eine/ein Little ?

Auch hier wieder, will ich keine allgemeine Definition schreiben. Es gibt Littles, babygirls, pets, middles und wahrscheinlich noch weitere, jedoch kann ich hier nur über mich schreiben.

Ich bin eine Frau von 29 Jahren, jedoch fühle ich mich fast nie so, in ein bestimmtes Alter falle ich nicht zurück aber ich fühle mich jünger und benehme mich wohl auch kindlicher. Ich mache kein Age-Play, es ist auch kein Rollenspiel für mich, meine Little ist ein Teil von mir, der mal mehr mal weniger raus will, je nach Situation. Ich freue mich wenn ich ein Stofftier bekomme, ich schaue gerne Cartoons und Disneyfilme, ich genieße es wenn ich meinen Kopf frei machen kann und die wirkliche Welt mal hinter mir lassen kann. Ich bin submissiv veranlagt und habe gerne einen Mann um mich der sich gerne um mich kümmert und mich beschüzt und der es mag wenn ich meine kindliche Seite auslebe. Aber ich bin in diesen Situationen auch irgendwie verletzlicher und sensibler, da ich dann auch frei von Mauern bin, die meine erwachsene Seite aufgebaut hat. Trotzdem kann ich beide Seiten nicht wirklich voneinander trennen, oder besser gesagt nicht mehr, da beide Seiten immer mehr miteinander verschmelzen. Aber ich lasse mich nicht nur von meinem Daddy umsorgen, ich selber führe gerne den Haushalt für ihn, ich koche, backe, putze, mache seine Wäsche, kümmer mich um den Garten und versorge unsere Hunde. Ob das Little Typisch ist weiss ich nicht, mir wurde gesagt das das ein 50’s Lifestyle ist und man das heute doch nicht mehr machen könnte. Nun ja ich mache es doch und wer will mir da schon reinreden?! Genau so gerne mag ich aber auch Horror Filme und eigentlich Filme jeder Art, gehe gerne auf Mittelaltermärkte, bin ein großer Fantasy Fan, drehe selbst Filme, nähe Kleider und ich könnte die Liste noch endlos fortsetzen. Nicht ganz Little typisch eben. Genau deswegen tue ich mich so schwer mit Definitionen. Niemand passt irgendwo 100 % rein, wir sind alle Menschen mit so vielen verschiedenen Facetten, dass es einfach unmöglich wird sich fest zu legen.

Daddy’s und meine Definition von uns ist ganz einfach :“ The Bear and his fairy“ und damit leben wir ganz gut